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20.06.2018 - Die wilde Natur des Nordens


bärEnde Mai zogen wir unsere Bienen von ihrem Überwinterungsquartier hier in Südwestfinnland tausend Kilometer nach Norden an den Polarkreis um. Auf der Reise sahen wir vom Auto aus sage und schreibe 18 Elche. Ein ausgewachsener Elchbulle kann bis zu 700 kg wiegen, also genauso viel wie ein Kleinwagen, und sogar 2 Meter groß werden. Die Elchkühe sind kleiner. In Finnland liegt der Elchbestand bei ca. 150000 Exemplaren, weshalb man auf solch langen Reisen vorsichtig sein muss, da Elche oft überraschend Landstraßen queren und mit hohen Geschwindigkeiten vor das Auto springen können. bienenarbeit

Aus Sicht eines Imkers sind Elche dennoch zahme Tiere, da sie die Bienenstöcke anders als der König des Waldes, der Bär, in Ruhe lassen. Dieser ist geradezu süchtig nach Honig und der Bärenbestand hat stark zugenommen. Zählungen zufolge liegt er schon bei gut über 2000 Tieren, was Imkern viele Probleme verschafft. Unseren Arktischen Honig gewinnen wir beispielsweise in einer Gegend, in der es reichlich Bären gibt und wo es unmöglich ist, Bienen ohne Elektrozäune zu halten. Vor ein paar Wochen tauchte beim Bienenstock eines Imkerkollegen ein besonders großes Exemplar auf und nahm, ganz verrückt vor lauter Honiggeruch, per Überwachungskamera ein Selfie auf.

Auch andere Wildtiere haben sich in Finnland vermehrt. Sogar in unserem eigenen Garten zuhause im südwestfinnischen Lappi war neulich ein Wolfspaar zu Besuch. Wölfe vermehren sich, wenn es im Wald viele Beutetiere gibt, wie zum Beispiel Elche. Wölfe verursachen den Imkern keine Schäden, aber es ist nicht besonders angenehm, im Wald auf sie zu treffen, da ihr Verhalten schwer einschätzbar ist.elch

Der Frühling hat dieses Jahr spät begonnen, aber dennoch war der Mai der wärmste seit Jahrhunderten. Genauer gesagt sind wir direkt zum Sommer vorgesprungen, weshalb die Honigproduktion schon in der ersten Maihälfte und die Ernte letzte Woche begann, so früh wie noch nie. Nach den ersten Honigschleuderungen sieht es ganz so aus, als bekämen wir nach einem Jahr Pause wieder den „Mitternachtssonne“-Honig mit seiner schönen gelben Farbe, dessen Hauptbestandteil dieses Jahr die Nektare aus Löwenzahn und Blaubeere sind.

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